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Mit Air France nach Seoul

Das war das letzte Mal, dass ich mit Air France nach Korea geflogen bin. In Paris hat man eine gute Stunde Zeit, um umzusteigen, und das sollte theoretisch auch reichen. Theoretisch, denn man muss zunächst mal durch die 749. Handgepäckkontrolle. Seit letztem Jahr darf nur noch maximal ein halber Liter Flüssigkeit ins Handgepäck, und der muss in einer transparenten, verschließbaren Tasche stecken. Alles andere wird gnadenlos eingesammelt. Da das viele immer noch nicht wissen, wird viel eingesammelt – die tägliche Ausbeute an Rotwein und anderem Alkohol reicht für mehrere mittelgroße Betriebsfeste. Das wäre nun alles nicht so wild, aber in der Schlagen vor mit sind gut dreihundert Leute, die mit den zwei (!) Kontrolleuren um jede einzelne Flasche aussichtslose Diskussionen führen. Wenn das in dem Tempo weitergeht, kann ich mir für heute nacht ein Hotel in Paris suchen, denn nach Seoul komme ich mit dem Flug nicht mehr. Irgendwann öffnet dann aber doch noch ein zweiter Schalter, der Flieger wartet freundlicherweise, bis die letzten eine dreiviertel Stunde nach der offiziellen Abflugzeit endlich da sind, und los geht’s... (In Amsterdam gibt’s nie so ein Theater.).

1 Kommentar 23.2.07 10:32, kommentieren